Der Schuleintritt ist für jedes Kind ein großes Ereignis. Meist schwanken die kindlichen Gefühle zwischen Vorfreude und Unsicherheit. Einerseits gehört es dann auch endlich zu den "Großen", andererseits ist kaum einem Kind klar, was das wirklich bedeutet: ein Schulkind zu sein. Das kann mitunter stark verunsichern.
Viele Schulen bieten heutzutage schon "Schnuppertage" im Vorfeld an, sodass die Kinder ihre künftige Lehrperson und die Klassenkameraden kennenlernen können. Dies halte ich für eine sehr positive Entwicklung. Es nimmt schon einmal etwas von dieser anfänglichen Unsicherheit, nicht zu wissen mit wem man es zu tun haben wird und erlaubt einen ersten Eindruck von der Lehrerin und den anderen Kindern, sodass man sich im Vorfeld schon konkreter vorstellen kann, mit wem man es zu tun haben wird.
Nichtsdestotrotz ist die erste Zeit als Schulkind eine enorme Herausforderung für die Kleinen. Sie finden sich in einer gänzlich ungewohnten Situation wieder: morgens heißt es nun, pünktlich in der Klasse zu sein, es gelten zum Teil ganz neue Regeln als bisher im Kindergarten, denn nun muss während des Unterrichts das Kind auf seinem Platz sitzen bleiben und soll sich während des Unterrichts möglichst still verhalten. Zudem müssen sich alle erst einmal kennenlernen - sowohl Lehrerin und Kinder als auch die Kinder untereinander. Das Vertrauen zur Lehrperson muss langsam aufgebaut werden, Freunde werden gefunden und manchmal ist es anfangs gar nicht so einfach, im neuen sozialen Miteinander seinen Platz zu finden.
Als wäre all das nicht schon genug zu verarbeiten, soll das Kind auch noch nach vorgegebenen Strukturen und Anweisungen lernen. Ungeachtet des Entwicklungsstandes der einzelnen Schüler müssen nun alle zur selben Zeit all das lernen, was es gerade eben zu lernen gibt. Dass da im einzelnen Kind immer wieder Momente der Frustration und Überforderung, gefolgt von einem Absinken der Motivation, auftreten, ist nur logisch.
Kurzum: der Schuleintritt ist für Kinder eine immense Herausforderung, in vielerlei Hinsicht.
Die individuelle Schulvorbereitung, wie ich sie in meiner Praxis anbiete, kann Kindern helfen, diese Phase besser zu meistern. Da zu der großen Veränderungen, die der Eintritt in die Schule mit sich bringt, das Lernen neuer Fähigkeiten hinzu kommt, macht es Sinn, den Kindern den Schuleintritt dadurch zu erleichtern, dass sie auf diese Lernanforderungen optimal vorbereitet sind.
Ein Kind, das gute Basisfertigkeiten mitbringt, sich gut konzentrieren kann und schon ein erstes Zahlen-, Mengen- und Buchstabenverständnis aufbauen konnte, tut sich nachweislich leichter in der Schule als Kinder, die in manchen der genannten Bereiche noch Defizite haben. Untersuchungen zeigen, dass beispielsweise die Förderung der phonologischen Bewusstheit (zu der etwa das Erkennen von Anlauten und Silben gehört) im Kindergartenalter das spätere Lesen- und Schreibenlernen enorm erleichtert.
Daher macht es Sinn, Kinder auf die Schule vorzubereiten, indem man ihnen die wichtigsten Grundlagen vermittelt, indem man diese spielerisch und mit Freude und Leichtigkeit übt. Am besten sollte damit nicht erst in den letzten Wochen vor Schuleintritt begonnen werden. Je früher damit beginnen wird, desto besser! Idealerweise trainiert man gezielt und regelmäßig im letzten Kindergartenjahr.
Ich mache in meiner Praxis bei Bedarf eine sehr spielerisch gestaltete Schulfähigkeitstestung, bei der wir herausfinden, wo das Kind in den einzelnen Fertigkeitsbereichen gerade steht. Darauf aufbauend können wir dann das Training entsprechend gestalten und gezielt üben, wo es Bedarf gibt.
Das wichtigste hierbei ist, dass das Kind Freude dabei hat, zu entdecken, was es alles schon kann und die Begeisterung zu wecken bzw. zu erleben, die das Kind zeigt, wenn es Neues lernen darf.
Denn: jedes Kind hat Freude daran, Neues zu lernen!
Diese Freude verliert es erst im Laufe der Zeit, wenn Erwachsene ihm andauernd sagen, was es alles nicht kann, anstatt sich mit ihm über jeden noch so kleinen Lernerfolg von Herzen zu freuen. Doch dazu vielleicht in einem anderen Artikel mehr ;-)
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